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Fender Player Jaguar in der Farbe Tidepool
Bildquelle: Fender

Fender Player Series Stratocaster

Zuletzt aktualisiert:

Mit der Auslagerung der Produktion einiger Fender Modelle in den frühen 90er Jahren begann eine Erfolgsgeschichte für den US-amerikanischen Traditionshersteller. Das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis macht die Fender made in Mexico Gitarren und Bässe zu den Topsellern der Firma. Grund genug, ab und an ein Update zu spendieren. Zuletzt war es 2018 soweit und die bisherige Mexico Standard Serie wurde durch die Player Serie ersetzt. Wir stellen euch die Serie vor und betrachten die Altmeister Stratocaster und Telecaster im Detail.

Die Player Serie im Überblick

Fender Player Serie Strat und Amp
Fender Player Serie Stratocaster – Foto: Fender

Grundlegende Veränderungen gab es mit dem Veröffentlichen der Player Serie (zum Glück) nicht – noch immer werden die Gitarren nach den Vorgaben des US-Mutterkonzerns gefertigt und machen auch bei der Auswahl der Hölzer und Bauformen keine Unterschiede.

Passend dazu: Fender Player Telecaster im Test

Was ist neu?

Neben den Klassikern Telecaster und Stratocaster bietet Fender in der Player Serie auch die Modelle Lead, Duo-Sonic, Duo-Sonic HS, Mustang und Jaguar an. Doch es gibt sie, die Neuerungen, denn im Detail fallen manche positive Neuerungen schnell auf:

Die Tonabnehmer

Die gesamte Serie erhält nach dem Update Alnico 5 Tonabnehmer, die nach der Serie auch „Player Series Singlecoil bzw. Humbucker“ benannt sind. Bei der Elektronik selbst wurde nur wenig verändert, je nach Gitarre kommen bewährte Schaltkreise zum Einsatz.

Verbesserter Hals

Fender Player Serie Stratocaster
Fender Player Serie Stratocaster – Foto: Fender

Durch ein zeitgemäßes und modernes Neuanpassen der Halsformen erreicht die Player Serie einen sehr hohen Spielkomfort. Besonders die abgerundeten Griffbrettkanten („rolled neck edges“) machen das Greifen und Variieren von Akkorden sehr angenehm und schnell. Die Hälse der Serie beschreiben ein modernes C-Profil und liegen gut in der Hand. Außerdem erhalten die Instrumente nun 22 Bünde und geben damit mehr Freiraum beim Solieren – ein weiterer Schritt in die Moderne.

Neue Farben

Auch optisch hat die neue Serie einiges zu bieten, neue Lackierungen hören auf Namen wie Polar White, Tidepool oder Sonic Red. Alle Farben sind in üblicher Fender Präzision aufgebracht und wirken hochwertig und sehr dünn – das Holz darf atmen! Auch in der Player Serie werden PU-Lacke verwendet, Nitro bleibt den US-amerikanischen Modellen vorbehalten.

Player Series Strat in schwarz – Foto: Fender
Player Series Strat in Buttercream – Foto: Fender
Player Series Strat in Polar White – Foto: Fender
Player Series Strat in Tidepool – Foto: Fender
Player Series Strat in 3-Colour Sunburst – Foto: Fender
Player Series Strat in schwarz – Foto: Fender
Player Series Strat in Polar White – Foto: Fender
Player Series Strat in Green Metallic – Foto: Fender
Player Series Strat in Sonic Red – Foto: Fender

Neue Ausstattungsmöglickeiten

Mit der Option, ein Floyd Rose Tremolo auf der Strat zu spielen oder eine HSH-Bestückung auszuwählen, spricht die Player Serie besonders moderne Gitarristen an, die nicht auf der Suche nach Vintage-Sounds sind, sondern sich auch in härteren Gefilden musikalisch austoben möchten.

Fender Player Stratocaster im Test

Die klassische Stratocaster zu optimieren ist schwer – nicht umsonst ist das Modell seit Jahrzehnten der absolute Erfolgsgarant für Fender. Mit der neuen Stratocaster der Player Serie kann Fender seine mexikanischen Modelle jedoch erneut verbessern:

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Elektrik und Sound

Wie alle Instrumente der Player Serie arbeiten auch in der Stratocaster Alnico 5 Tonabnehmer. Die in der klassischen Stratausführung verbauten drei Single-Coil Pickups lassen die Strat glockig und hell klingen, der Clean Sound wirkt aufgeräumt und luftig. Bei zurückgedrehtem Tone-Poti wird der klang massiger, sonor und klingt sehr organisch. Voll aufgedreht und mit ein bisschen Overdrive singt die Strat offen und gut artikuliert. Die neuen Tonabnehmer liefern dabei eine hervorragende Basis, die klassische Sounds ermöglicht, sich aber nicht darauf beschränkt – von Clean bis rotzig: Die Strat kann es.

Geschaltet wird mit klassischem 5-Way Switch und drei Potis für Volume und Tone. Knarren oder Rauschen erwarten wir schon gar nicht und werden nicht enttäuscht. Hier läuft alles wie gewohnt, sauber und ordentlich.

Body der Fender Player Series Stratocaster
Fender Player Series Stratocaster – Foto: Fender

Korpus

Der gute Klang der Strat kommt auch von der sauberen Verarbeitung des Korpus: Die Konstruktion aus Erle ist hervorragend verarbeitet, die Lackierung satt und deckend aufgetragen, ohne wie ein Panzer zu wirken. Das Shaping der Stratocaster wurde nicht verändert: Anschmiegsame Formen und angenehmes Handling sind das größte Argument für eine seit Jahrzehnten unveränderte Korpusgestaltung.

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Hals

Der neue C-Profil Hals ist mit den abgerundeten Kanten, 648 mm Mensur und einem 42 mm breiten Sattel ergonomisch sehr gut.

Käufer haben die Wahl zwischen einem Ahorn- und einem Pau-Ferro Griffbrett. Beide Varianten sind hervorragend verarbeitet, beim Ahorn kommt es wie immer auf die richtige Pflege an.

Die verbauten Mechaniken sind gekapselt und arbeiten unsichtbar, aber zuverlässig. Mit einer sehr guten Intonation und hoher Stimmstabilität macht die Stratocaster alles, was sie soll. Das klassische Tremolosystem bringt, wie bei jeder Gitarre, seine Besonderheiten mit sich, sorgt aber nicht für unnötige Stimmungsverluste.

Bewertung und Preis

Test-Fazit

Fender Player Strat

Jan-Hendrik Bose

Optik & Verarbeitung
Spielkomfort
Hardware & Pickups
Sound
Preis-Leistung

Zusammenfassung

Die Player Serie Strat ist das, was man erwartet. Auch wenn Neuerungen zu spüren sind, hier haben wir eine klassische Stratocaster in der Hand. Vielseitig im Sound, sehr angenehm und ergonomisch zu spielen und mit einem hervorragenden Klang macht die neue Player Strat einfach Spaß. Die Neuerungen, insbesondere der verbesserte Hals, machen die Player Series noch einmal besser und effizienter zu spielen – hervorragend!

4.5

Weitere Strat-Modelle der Player Series

Natürlich gibt es sie nicht nur als klassische 3-Single-Coil Strat – in der Player Serie ist die Stratocaster so vielseitig, wie nie zuvor:

Player Stratocaster Plus Top

Die schönste Strat aller Zeiten? Vielleicht nicht für jeden, aber die zusätzliche Riegelahorndecke sorgt für ein atemberaubendes Finish. Auch der zusätzliche Druck in den Höhen wird durch den Ahorn in der Decke betont – die Musterung ist in zwei unterschiedlichen Burst-Varianten erhältlich und ansonsten unverändert zur Player Stratocaster.

Player Stratocaster HSH

Eine Stratocaster mit zwei Humbuckern? Fast wirkt es so, als hätte Fender versucht, eine Super-Strat zu bauen, doch der klassische Klang der Alnico 5 Pickups ist beruhigend klassisch. Da die Humbucker jedoch deutlich besser mit Verzerrungen klarkommen, dürften gerade Freunde der härteren Musik ihren Spaß mit der Strat haben.

Player Stratocaster HSS

So kennen wir die Strat auch aus den USA: Der zusätzliche Punch eines Humbuckers am Steg gibt gerade bei schnellen und rhythmischen Parts genügend Gegendruck. Auch lautere Zerren sind drin, Störgeräusche? Fehlanzeige.

Player Stratocaster HSS in der Farbe Tidepool
Player Stratocaster HSS in der Farbe Tidepool – Foto: Fender

Player Stratocaster HSS mit Floyd Rose

Für extremere Manöver bietet Fender die Player Stratocaster HSS auch mit Floyd Rose Tremolo an: Stimmstabilität dank doppelter Saitenfixierung machen auch starke Bendings ohne Reue möglich!

Player Stratocaster HSS mit Floyd Rose
Player Stratocaster HSS mit Floyd Rose – Foto: Fender

Player Stratocaster HSS Plus Top

Wie schon bei der Player Stratocaster gibt es auch die HSS Variante mit einer knackigen Ahorndecke. Trotz ansonsten unveränderter Technik lässt sich der Ahorn nicht bloß sehen: Knackige Anschläge und ordentlich Druck machen die HSS Plus Top zum perfekten Rock-Brett.

Player Stratocaster HSS Plus Top
Player Stratocaster HSS Plus Top – Foto: Fender

Alternativen und Vergleich

Die Player Serie reiht sich in das Fender Universum ein und muss sich damit auch mit anderen Serien vergleichen lassen:

Player vs. Vintera

Die ebenfalls in Mexiko produzierte Vintera Serie konzentriert sich darauf, klassische Episoden der Fender Instrumente zu kopieren bzw. Reproduktionen anzubieten. Die neue Player Serie ist moderner ausgerichtet und richtet sich eher an moderne Gitarristen – gerade mit der HSS Floyd Rose Strat dürfte auch der eingefleischteste Metalhead begeistert sein!

Player vs. Squier Classic Vibe

Im Unterschied zu den in Mexiko gefertigten Player Gitarren ist die Squier Classic Vibe Serie günstiger, verwendet allerdings auch günstigere Komponenten. Gerade beim Finish und der Qualitätskontrolle fällt das auf. Der Klang der Classic Vibe Serie ist außerdem mehr an den klassischen Fender Sound angepasst, die Player Serie klingt dank Alnico 5 Pickups frischer und moderner.

Player vs. Performer vs. Professional

Spätestens beim Vergleich mit den in den USA gefertigten Serien fällt auf, dass zwischen den Instrumenten mehrere Hundert bis Tausend Euro liegen: Hochwertigere Komponenten, beste Hölzer und umfangreiches Zubehör machen die Instrumente aus den USA zu Premiumgitarren. Während bei der Fender Performer Serie besonders ein breiter Einsatzzweck bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis gesucht wurde, setzt die Fender Professional Serie auf höchste Qualität – und hängt andere Instrumente ab!

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