thomann.de
Distortion Pedale

Die 5 besten Distortion-Pedale

Wer musikalisch harte Klänge bevorzugt und seinen eigenen Gitarren-Sound entsprechend anpassen möchte, kommt früher oder später nicht mehr um ein vernünftiges Distortion-Pedal herum. Die Pedale haben sich aus den klassischen Overdrive- und Booster-Pedalen entwickeln, welche durch eine Anhebung des Eingangssignals Verstärker zum Übersteuern bringen. Der so entstehende Klang geht zwar, je nach Verstärker, bereits in Richtung Verzerrer, echte Metal-Sounds erreichen aber nur Distortion-Pedale.

Die Funktionsweise eines Distortion-Pedals beruht dabei auf dem selben Prinzip: Das Gitarrensignal wird verändert und täuscht einen deutlich höheren Pegel vor. Durch diesen Effekt übersteuern Vor- und Endstufe des Verstärkers und lassen auch bei niedrigeren Lautstärken start verzerrte Sounds entstehen. Längst ist man dank moderner Technik nicht mehr auf extreme Lautstärken angewiesen, um einen verzerrten Sound zu erreichen.

1. Klang

Der Klang von Distortion-Pedalen setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird das Signal insgesamt verzerrt und wirkt damit aggressiver und härter. Da dies jedoch auf das gesamte Frequenzspektrum der Gitarre angewendet zu „matschig“ klingt, beschneiden die allermeisten Distortion-Pedal die Frequenzen und drücken die Mitten noch stärker in den Vordergrund. Besonders im Bandgefüge wird der Ton der Gitarre dadurch sehr viel durchsetzungsfähiger und sticht aus dem Soundteppich hervor.

Durch die Kombination aus Verzerrung und Kompression entsteht der typisch sägend-metallische und klar akzentuierte Sound, der mit Metal und Hardrock verbunden wird. Wer einen Beispiel für typischen Distortion-Klang sucht, der sollte sich einmal das Album „..and justice for all“ von Metallica anhören – Distortioneffekte vom Allerfeinsten.

2. Einsatzbereich

Alternative Indie Rock

Auf Grund ihrer Klangcharakteristiken eignen sich Distortion-Pedale überall dort, wo besonders definierte und verzerrte Sounds gefragt sind. Singende Soli lassen sich über Overdrive-Pedale deutlich einfacher erzeugen, dafür setzen Distortioneffekte den Fokus auf klare Definition und extreme Durchsetzungsfähigkeit. Im Englischen wird der Klang von Distortion-Pedalen auch gern als „tight“, direkt übersetzt also eng, bezeichnet.

Durch die klar („eng“) definierten Tonbereiche eignen sich Distortion-Pedale daher besonders für schnell gespielte Passagen – hier liefert die Verzerrung eine „Übersicht“ im Klangteppich.
Die klassischen Anwendungen von Distortioneffekten liegt daher auch im Rhythmusspiel härterer Rock- und Metalgenres. Gerade Techniken wie das Palmmuting und schnell gespielte Riffs blühen mit einem Distortion-Pedal richtig auf und gewinnen an Kraft und Durchsetzungskraft.

3. Klassiker und Kult-Pedale

Pedalboard

Schon früh begannen Gitarristen mit dem Sound übersteuernder Amps zu spielen und ihren eigenen Sound zu verzerren. Spätestens nach der Einführung des „Big Muff“ oder des „Fuzz Face“, zwei Pedalen, die Hendrix und Carlos Santana berühmt gemacht haben, wurde der verzerrte Klang immer beliebter.

Im Laufe der Zeit erlebte der Markt eine wahre Schwämme von Distortion-Effekten. Vom ProCo Rat über den berühmt-berüchtigten Boss Metal Zone bis hin zum ENGL Powerball Pedal entwickelten sich unterschiedliche Geschmäcker im Bereich der Distortion-Pedale.

4. Distortion-Pedale: Unsere Top 5

Um euch einen besseren Überblick über das vielfältige Angebot der aktuellen Verzerrer-Pedale zu bieten, haben wir euch unsere persönlichen Top 5 moderner Distortion-Pedale zusammengestellt. Diese Pedale klingen allesamt hervorragend und sind je nach Einsatzzweck absolute Spitzenreiter ihres Genres.

1. Fulltone OCD V2

Auch wenn es das Wort "Overdrive" im Namen trägt: Das OCD V2 eignet sich hervorragend, metallisch-harte Klänge zu erzeugen. Das Pedal emuliert dabei die Klänge und Sounds übersteuerter Röhrenverstärker, ohne im Klang breiig oder matschig zu werden.
Klar definierte Sounds machen dieses Pedal zu einem wirklich guten Allrounder - je nach gewählter Drive-Stufe lassen sich Klänge von Blues bis Metal darstellen. Gerade das geniale Zusammenspiel von Lautstärke- und Drive-Regler begeistern bei diesem Pedal komplett.

Die Dynamik dieses Pedals ist hervorragend. Mit einem einzigen Griff an den Tone-Poti der Gitarre verändern sich die entstehenden Sounds, so dass das OCD V2 bei vielen Gitarristen auch als "alsways-on-Pedal" verwendet wird.

Mit einer eingebauten True-Bypass-Schaltung verhindert das Pedal bei langen Signalwegen einen Qualitätsverlust. Top!

2. Boss DS-1 Distortion

Boss DS-1 (Bild: thomann.de)

Ein wahrer Klassiker unter den Distortion-Pedalen ist das Boss DS-1. Mit der Boss-typischen, massiven Bauweise übersteht der Treter auch die anspruchsvollsten und extremsten Shows und ist daher besonders bei Gitarristen beliebt, die häufige Auftritte und umfangreiche Bandproben heil überstehen möchten.

Der Klang des Boss DS-1 ist sehr rau und aggressiv, manch einer spricht von Klängen, die an britische Vollröhrenverstärker erinnert, die weit jenseits ihrer Belastungsgrenze gefahren werden.

Mit Einstellungen für Lautstärke (Level), Distortion und Tone lassen sich aus dem orangen Treter extreme Sounds locken - eindeutig geeignet für Freunde der härteren Musikrichtungen.

3. ProCo Rat 2

ProCo Rat 2 (Bild: thomann.de)

Die "Ratte" von ProCo ist bereits seit Jahrzehnten auf unzähligen Veröffentlichungen zu hören und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Version 2 des Rat liefert sehr vielseitige Sounds, die sich nicht in Genre-Grenzen einsperren lassen. Diese Vielseitigkeit machen den ProCo Rat für diverse Anwendungen interessant: Sowohl als Distortion-Pedal für Durchsetzungskraft und "Tightness" bei schnellen Riffs als auch als Clean Boost ist der Rat einsetzbar.

Die kompakte und robuste Bauweise macht den Rat zum idealen Begleiter bei Auftritten und Proben. Drei Regler (Distortion, Filter und Volume) machen die Einstellung des eigenen Sounds übersichtlich und einfach.

4. Boss Waza MT-2

Boss Waza MT-2 (Bild: thomann.de)

Highend-Pedal für Metal-Sounds gesucht? Das Boss Waza Metal-Zone bietet extremste Verzerrungen in hervorragender Qualität. Die extravagante Waza-Serie der Boss-Pedale legt beim Thema Qualität und Verarbeitung noch einmal eine Schippe drauf: Hochwertige Komponenten, genialer Sound und ein zeitloses Design ergeben zusammen einen Sound, der extremer nicht sein könnte.

Durch die schaltbaren Gainstufen lässt sich das Pedal für zwei unterschiedliche stark verzerrte Sounds einstellen und optimieren. Um auch bei langen Effektwegen keinen Signalverlust zu erleiden, können Gitarristen hier den Bypass-Buffer einschalten und das Signal erneut "pushen" - ein absolutes Muss bei großen Effekt-Sortimenten!

Das Metal Zone ist kein Pedal für sanfte Klänge, doch alles, was Metal oder Rock heißt, lässt sich mit diesem Pedal erreichen - ein echter Klassiker halt!

5. TC Electronics Fangs Metal Distortion

TC Electronic Fangs Metal Distortion (Bild: thomann.de)

Mit dem Fangs Metal Distortion bietet der Kulthersteller TC Electronics ein wahres Metal-Brett an. Durch die eingebaute Equalizer-Funktion mit regelbaren Bass- und Treble-Frequenzen erreicht das Pedal einen hervorragend und durchsetzungsstarken Sound, der besonders bei Metal die notwendige Triebkraft liefert.

Mit einem True-Bypass Filter ermöglicht das Pedal einen verlustfreien Signalweg und lässt die Signalkette frisch aufspielen. Mit seiner regelbaren Gainstruktur können nicht bloß Metal-Sounds erschaffen werden, auch klassischere Overdrive-Klänge strukturiert das Pedal zuverlässig und flexibel.

Mit seinem sehr geringen Kostenfaktor von nur 35 EUR ist das Pedal besonders für Einsteiger in die Welt der Distortion-Pedale besonders geeignet - unser Preis-Leistungs-Sieger!

Sag was dazu!

1 Kommentar
  • Versuch macht klug 😉 Also generell kann ich jedem empfehlen viel auszuprobieren und zu testen. Es ist nicht leicht den richtigen Effekt für seinen „eigenen“ Sound zu finden. Falls es so etwas, wie den eigenen Sound überhaupt gibt.

    Mit Klassikern, wie dem DS-1 von Boss macht man jedenfalls wenig falsch und viel richtig!
    Wer Sound mäßig aus der Masse herausstechen möchte sollte viel experimentieren. Dann lieber gleich einen Modelling Amp anstatt ein teures Pedalboard.

Anzeige