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E-Gitarren Modelle

E-Gitarre: Die beliebtesten Modelle

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E-Gitarren erfreuen sich seit mehreren Jahrzehnten bereits ungebrochener Beliebtheit: Flexibel einsetzbar und in beinahe jedem Musikstil zuhause, begeistert die E-Gitarre Musiker und Musikliebhaber gleichermaßen. Kein Wunder also, dass sich in dieser Zeit diverse, unterschiedliche Modelle entwickelt haben. Wir haben euch die wichtigsten Modelle zusammengestellt.

Unterschiedliche Gitarrenmodelle

Besonders seit dem Aufkommen von großen Musikalienhändlern haben sich bestimmte Bezeichnungen für unterschiedliche Gitarrenmodelle durchgesetzt. Die Namen dieser Kategorien orientieren sich meistens an den wichtigsten oder ersten Instrumenten dieser Bauform:

ST-Modelle

Fender Stratocaster

Schon der Name lässt es vermuten: ST-Modelle orientieren sich in ihrem Aufbau grob an der legendären Fender Stratocaster, die Fender in den späten 1950er Jahren entwickelte. Instrumente der ST-Art verfügen meist über zwei Cutaways, die das Spielen in hohen Lagen vereinfachen, einen geschraubten Hals und drei Singlecoil-Tonabnehmer.

Die meisten Gitarren werden mit einem 5-Wege-Bladeswitch ausgestattet, der unterschiedliche Kombinationen der Tonabnehmer ermöglichen. Meistens werden die Gitarren mit einem Esche- oder Erlekorpus konstruiert und mit einem Ahornhals ausgestattet – ganz so, wie es das Original von Fender vorgemacht hat. Berühmte Modelle dieser Bauart sind etwa die Fender Stratocaster (und die Squier-Alternative), die neue PRS John Mayer Signature oder die Fender Bullet Strat

Der Sound der ST-Modelle ist besonders klar und durchsetzungsstark, ohne zu sehr höhenbetont zu sein.

Gitarren der ST-Form sind echte Allrounder, man findet sie in den meisten Musikstilen. Besonders bekannte Musiker, die für den Einsatz von ST-Style Gitarren berühmt sind hören auf Namen wie Eric Clapton, John Mayer oder Jeff Beck.

T-Modelle

Fender Telecaster Modell

Auch bei den T-Modellen hat Fender bei der Entstehung und Namensgebung seine Finger im Spiel. Pate für diese Modellarten steht die erste in Serie produzierte Solidbody E-Gitarre, die Fender Telecaster.

Im Gegensatz zu den ST-Modellen sind Gitarren der T-Modelle eher spartanisch ausgestattet: Ein einzelnes Cutaway auf der Treble-Seite der Gitarre, ein gerader Korpus ohne Konturfräsungen und zwei Singlecoil Tonabnehmer machen diese Gitarren zu echten Arbeitstieren. Die einfache Schaltung mittels eine Drei-Wege-Schalters (Toggle-Switch) ermöglicht eine große tonale Vielfalt, ohne zu kompliziert oder anfällig zu werden.

Mit einem relativ massiven Korpus aus Esche oder Erle verwenden die T-Modelle ebenfalls eine geschraubte Verbindung zwischen Korpus und Hals. Die Hälse der T-Style Gitarren werden in der Regel aus Ahorn gefertigt und geben den Gitarren eine klaren und akzentuierten Klang, der etwas drahtiger und roher wirkt, als etwa bei ST-Modellen.

Berühmte Beispiele von E-Gitarren im T-Style ist die Fender Telecaster oder die Charvel San Dimas. Im Laufe der Zeit wurden die Gitarren so häufig verändert und an die aktuellen Bedürfnisse angepasst, dass sich Modelle für alle Musikstile finden.

Währen die klassische Telecaster besonders bei Country- und Rockgitarristen beliebt sind, erfreuen sich moderne Interpretationen der T-Modelle auch bei Metal- und Fusiongitarristen großer Beliebtheit. So sind Namen wie Bruce Springsteen, Joe Duplantier oder Keith Richards nur einige Beispiele von großartigen T-Modell-Fans.

LP-Modelle

Gitarrist mit Les Paul Gitarre

Mit den LP-Modellen haben unterschiedlichste Hersteller ihre Interpretation der Gibson Les Paul vermarktet. Die als Single-Cut Modell entworfene Gitarre verfügt im Gegensatz zu den Gitarren der ST- und T-Modellen in den meisten Fällen über zwei Humbucker und einen Mahagonikorpus. Um dem Klang der Gitarre ein wenig mehr Durchsetzungskraft und Attack zu geben, verwenden die meisten Hersteller eine aufgeleimte Ahorndecke. In der Kombination aus Mahagoni, Ahorn und Humbuckern entsteht ein sehr kräftiger und starker Ton, der besonders im Overdrive sahnig und rund klingt.

Die Gitarren der LP-Modelle verfügen in der Regel über einen geleimten Hals, der die Schwingungen der Saiten perfekt auf den Korpus überträgt. Elektronisch geht es bei den Modellen der LP-Gitarren eher klassisch zu: Zwei Tone-Regler pro Pickup, zwei Lautstärkeregler und ein Drei-Wege-Schalter übernehmen die Soundmodulation.

Mit Gitarren der LP-Form werden insbesondere Musiker der Genres Blues, Rock und Metal assoziiert. Trotzdem sind die Gitarren extrem flexibel einsetzbar und decken seit der Erfindung der Les Paul alle Bereiche des musikalischen Spektrums ab. Besonders bekannt sind die Modelle der Les Paul von Gibson und Epiphone, sowie die Eclipse-Serie des Herstellers ESP. Mit Musikern von James Hetfield von Metallica über Slash bis hin zu John Fogerty ist die Riege der LP-Modell Nutzer ebenso hochkarätig, wie bei ST- und T-Modellen.

SG-Modelle

Gibson SG E-Gitarre

Die SG-Modelle entwickelten sich aus der Arbeit von Gibson am Nachfolger der Les Paul, der Gibson SG. Die Gitarren der SG-Typen werden meist mit einem etwas raueren Klang verbunden, als es bei LP- oder ST-Modellen der Fall ist. Mit zwei Humbuckern und einem Drei-Wege-Toggleswitch sind die SG-Modelle elektrisch ähnlich aufgebaut, wie die LP-Modelle. Durch die Verwendung von zwei Cutaways (daher auch als Double-Cut-Modelle bezeichnet), ist die Ergonomie in den höheren Lagen besser und die Gitarren sind insgesamt deutlich leichter. Die Hälse der SG-Modelle sind in den meisten Fällen ebenfalls geleimt und damit direkt mit dem Korpus verbunden.

Bei den meisten Modellen der SG-Bauform wird zudem auf eine Ahorndecke verzichtet – der Klang der SG ist dadurch noch direkter und kräftiger. Daher hat sich der Sound der SG-Modelle besonders bei Rock- und Hardrock Gitarristen schnell zum Favoriten gemausert.

Die bekanntesten Modelle der SG-Form sind die Gibson SG, die ESP Viper und die Epiphone Varianten der SG. Aber auch andere Hersteller wie Harley Benton, Maybach oder FGN bieten Modelle der SG-Form an. Mit Angus Young von ACDC und Pete Tonwhend von The Who seien nur zwei berühmte Vertreter der SG-Nutzer genannt.

Weitere Bauformen


Um den Umfang dieses Überblicks nicht zu sprengen, folgen hier noch einige Bauformen, die euch immer wieder über den Weg laufen dürften:

Semi-Hollow Gitarren: E-Gitarren, die mit einem massiven Centerblock ausgestattet sind, jedoch über große Hohlkammern im Korpus verfügen. Besonders bei Blues- und Jazzgitarristen beliebt.

Heavy-Gitarren: Modelle, die besonders auf den Anspruch von Metal-Gitarristen zugeschnitten sind – aktive Humbucker und aggressiver Designs inklusive.

Archtop-Gitarren: Aufwendig produzierte E-Gitarren, die keinen massiven Korpus haben. Besonders bei Jazz-Gitarristen beliebt.

Baritone-Gitarren: E-Gitarren mit einer längeren Mensur, die besonders bei Gitarristen beliebt sind, die das Bass-Spektrum der Gitarre erweitern wollen.

Superstrat Gitarren: An die ST-Modelle angelegte Gitarren, die jedoch meist mit zwei Humbuckern ausgestattet sind und sich an der Spielweise moderner Metal- und Rockgitarristen orientiert.

Die Bauformen in der Übersicht

Was bezeichnen die Kürzel SG, ST, T und LP?

NameModell-AbkürzungBezeichnungCutaways
ST-ModellSTStratocasterDouble Cut (2x)
T-ModellTTelecasterDouble Cut (2x)
LP-ModellLPLes PaulSingle Cut (1x)
SG-ModellSGz.B. Gibson SGDouble Cut (2x)
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