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E-Gitarre mit Ibanez Verstärker

Combos mit Transistorverstärker

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Transistorcombos standen lange im Ruf, lediglich leblose und billige Alternativen zu Röhrenamps zu sein. Dabei liefert die robuste Bauweise von Transistorverstärkern seit langer Zeit extrem gute und wandelbare Sounds, die sogar Größen der Gitarristenszene wie B.B. King dazu brachten, auf Transistoramps umzusteigen

Wir haben euch die wichtigsten Informationen zu Transistorcombos zusammengestellt und gleich einige echte Empfehlungen für unterschiedliche Anwendungen mitgeliefert – viel Spaß!

Sound

Der Sound von Transistoramps hat sich in den letzten Jahrzehnten extrem gewandelt. Während erste Modelle tatsächlich sehr künstlich und nicht besonders gut klangen, entwickelte sich die Technik immer weiter und bildet mittlerweile eine extreme Palette von Sounds sehr gut ab.

Hochwertige Transistoramps klingen hervorragend und lassen sich ebenso fein modulieren, wie die sagenumwobenen Röhrenverstärker. Gerade, wenn man einen guten, durchsetzungsstarken Clean-Sound erreichen möchte, bieten sich Transistorverstärker besonders an: Durch ihre fehlende Vor- und Endstufenzerre, wie sie bei Röhrenamps ab bestimmten Lautstärken vorkommt, lassen sich die Verstärker recht linear belasten.

Wer in seinem Setup vermehrt mit Effektpedalen spielt oder experimentiert, profitiert eventuell von den Kapazitäten der Transistortechnik – der sogenannte Headroom, also der Raum, den ein Verstärker füllen kann, ohne zu übersteuern, ist bei Transistoramps oft größer.

Regler und Effekte

Marshall Comboverstärker

Transistorverstärker werden in den unterschiedlichsten Ausgestaltungen angeboten und lassen sich mittels unterschiedlichen Reglern oder Effekten im Sound stark modulieren.

Natürlich statten alle Hersteller ihre Gitarren-Verstärker mit unterschiedlichen Reglern und Modulationseffekten aus, doch es gibt einige „Klassiker“ unter den möglichen Einstellungsebenen:

Die meisten Verstärker sind mit einem 3-Band-EQ ausgestattet. Die Regler Bass, Treble und Mid regeln dabei die entsprechende Frequenzen des Ausgabesignals. Besonders im Hardrock und Metal hat sich bei dieser Anordnung der sogenannte Mid-Scoop durchgesetzt: Aufgedrehte Bässe und Höhen bei niedrigen Mitten ergeben den typischen metallischen und starken Sound.

Sehr oft werden Verstärker mit einem digitalen Reverb-Effekt ausgestattet: Der Hall verbreitert das Signal akustisch und lässt es freier und lebendiger wirken. Gerade bei verzerrten Sounds ergeben eingestellte Reverbs neue Tiefe in den einzelnen Tönen oder Akkorden.

Mit einem Master-Volume ausgestattete Verstärker lassen sich fast linear in der Lautstärke regeln – wo bei klassischen Class-A Röhrenamps die Röhren hart belastet werden müssen, um eine schöne Zerre zu erreichen, lassen sich bei Transistoramps die eingestellten Sounds mittels Master-Volume auf angenehmere Lautstärken regeln.

Weitere mögliche Ausstattungsmöglichkeiten sind etwas Presence Regler, Hall- oder Echo Effekte, Flanger oder Phaser, die direkt in den Amp integriert wurden, oder Overdrive-Knöpfe für mehr Zerre.

Vor- und Nachteile


Pro:

  • Geringere Kosten
  • Transparenter und neutraler Klang
  • Robustere Technik, weniger Verschleiß
  • Leichter und kompakter als Röhren
  • Geringer Klirrfaktor
  • Geringerer Energieverbrauch
  • Größerer Übertragungsbereich

Contra:

  • Klirrfaktor steigt bei Überlastung
  • Überlastung nur kurzfristig möglich
  • Weniger dynamisch als Röhrenamps

Kauftipps – Die besten Transistorcombos für zu Hause

Wer einen neuen Verstärker sucht, sollte sich zunächst überlegen, für welchen Einsatzzweck der Verstärker hauptsächlich eingesetzt werden soll: Das Proben zuhause stellt andere Anforderungen an den Amp als die Probe in der Metal-Band oder der Auftritt im Club. Wir haben euch in zwei Kategorien einige echte Kaufempfehlungen herausgesucht und kurz vorgestellt:

Mini-Übungsamp für wenig Geld: Fender Frontman 10G

Mit diesem handlichen 10-Watt Verstärker habt ihr einen verlässlichen und unkomplizierten Begleiter für das tägliche Üben bei Zimmerlautstärke an eurer Seite. Der Sound des kleinen Combos wurde an den berühmten Fender-Amps der vergangenen Jahrzehnte angelehnt und macht seine Sache sehr gut: Klare höhen und ein amtliches Bassfundament lassen schon den Übungssound unter die Haut gehen.

Die stabile und hochwertige Verarbeitung des Gehäuses lässt keine Sorgen aufkommen, sollte der Amp einmal bewegt werden müssen – hier bleibt alles an Ort und Stelle.

Mit seinen 10 Watt ist der Amp absolut leistungsstark genug, um zuhause oder allein im Studio/Proberaum ordentlich Alarm zu machen. Mit einem Preis von nur 56 EUR ist der Verstärker ein absoluter Knaller für Anfänger oder als Zweitamp. Einen Auftritt oder eine Probe mit andern Musikern sollte man dem Kleinen jedoch nicht zumuten.

Fender Champion 20

Mit etwas mehr Leistung kommt der Fender Champion daher. Der Combo ist mit seinen 20 Watt schon deutlich erwachsener und bietet besonders im Bassfundament deutlich mehr Reserven. Der Klang des Champion weiß zu gefallen, der Amp verträgt sich gut mit unterschiedlichen Effektpedalen. Der verbaute Speaker macht seine Aufgabe zuverlässig und klingt nach einiger Einspielzeit rund und klar strukturiert.

Durch die Ausstattung mit einem 3-Band-EQ lässt sich der Sound an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Potis des EQ laufen zuverlässig und in gewohnter Manier.

Mit 20 Watt leistet der Champion für eine Wohnung oder als Übungsamp mehr als genug, der Headroom ist enorm für die geringe Wattzahl. Mit einem Preis von nur 105 EUR eignet sich der Champion besonders für Anfänger und als Backup.

Tipp: Mehr Leistung bitte? Den Fender Champion gibt es auch als Combo mit 40 Watt – damit lassen sich sogar die ersten kleinen Proben in den eigenen vier Wänden realisieren. Mit knapp 160 EUR ist der Verstärker noch immer sehr günstig und ähnlich verarbeitet, wie der Champion 20.

Kauftipps – Die besten Transistorverstärker für den Proberaum

Gitarrenverstärker

Wenn es etwas mehr Leistung sein soll oder der professionelle Sound immer weiter in den Fokus rückt, bietet es sich an, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Im Preissegment über 300 Euro verbauen die meisten Hersteller deutlich hochwertigere Komponenten wie Platinen und Lautsprecher, die Verarbeitungsqualität macht einen gewaltigen Sprung und der Sound ist deutlich satter, runder, erwachsener.

Fender Mustang GT 100

Mit 100 Watt Leistung ist der Fender Mustang GT bereits heute ein Klassiker, der in vielen, vielen Musikschulen der ganzen Welt anzutreffen ist. Mit seinen Modelling Funktionen (47 Effekte und 21 Amp Modelle) bildet er eine extrem breite Bandbreite an Sounds ab. Zusätzliche Funktionen wie ein USB-Recording Ausgang, ein Aux Eingang und die Möglichkeit des Bluetooth-Streaming’s runden das Gesamtpaket ab.

Der Mustang verfügt über einen qualitativ sehr hochwertigen Lautsprecher von Celestion und ist sehr gut verarbeitet. Der Sound des Verstärkers ist durchsetzungsfähig und klar, ein echter Fender Amp halt!

Durch die vielfältigen Soundmöglichkeiten und die integrierte USB-Recording Funktion ist der Mustang GT besonders für Musiker geeignet, die sowohl im Proberaum als auch im Studio bei Aufnahmen einen guten Gitarrensound haben möchten. In Live-Situationen ist der Fender mit seinen 100 Watt absolut ausreichend Leistungsstark, mit knapp 10 KG aber noch sehr gut transportabel.

Mit diesem Preis ist der Mustang GT ein absoluter Preis-Leistungs-Kracher!

Boss Katana Artist

Der Boss Katana ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Amps überhaupt avanciert. Mit seiner umfangreichen und technisch durchdachten Ausstattung lässt er Gitarristen in allen Situationen einen guten und transparenten Sound erreichen:

100 Watt Leistung betreiben einen eigens entwickelten 12″ Waza-Speaker und sorgen für den entsprechenden Pegel. Mit seinen 5 Verstärkertypen (Clean, Crunch, Lead, Brown und Acoustic) und 58 Effekten bietet der Katana eine unerreichte Soundvielfalt. Von Blues und Jazz bis Deathmetal ist mit dem Katana alle drin.

Besonders interessant für die Übungssituation zuhause ist die verbaute Powe-Control Funktion: Mit einem Schalter lässt sich die Leistung von 100 Watt auf 50 und 0,5 Watt vermindern – mit genialem Sound in Wohnzimmerlautstärke Proben ist so kein Problem.

Der Preis ist zwar relativ hoch, doch der Funktionsumfang macht diese Investition zu einer klaren Empfehlung: Mit dem Katana ist man über Jahre gut und professionell aufgestellt!

Marshall MG101GFX

Der dritte Verstärker für die Probe oder einen kleineren Liveauftritte kommt von Marshall. Der mit einem 12″ Lautsprechern ausgestattete Combo verfügt über 4 Kanäle (Clean, Crunch, Overdrive 1 und 2) und sorgt so für eine breite Palette an sehr hochwertigen und organischen Sounds.

Mit den eingearbeiteten Effekten (4 Delays, Reverbs, Chorus und viele andere) ist der Verstärker extrem flexibel und ersetzt so den Einsatz von Effektpedalen.

Bei einem Gewicht von 22 Kilogramm ist der Amp nur noch bedingt flexibel, auf Grund der zwei Lautsprecher jedoch auch sehr viel dominanter im Klang. Auch in einer lauten Umgebung trägt der Sound stark und klar.

Mit einem Doppelfußschalter zum Wechseln der Kanäle, einem Effekt-Loop und vielen anderen Features ist der Marshall ein absoluter Preis-Leistungs-Gewinner!

Bekannte Gitarristen, die Transistor-Amps nutz(t)en

Alternative Indie Rock

Alles Röhre? Auf keinen Fall! Auch wenn der gute alte Röhrenverstärker aus der Rockmusik nur schwerlich weggedacht werden kann, viele Profis setzen sowohl bei Aufnahmen als auch bei Live-Auftritten auf die verlässlichere und robustere Transistortechnik.

Grundsätzlich werden Transistoramps eher von Musikern bevorzugt, die auf der Suche nach einem klaren und unverzerrten Sound sind, etwa bei Jazz und Fusion ist dies häufig der Fall. Doch auch in Rock, Pop und sogar Metal haben Transistorverstärker ihre Daseinsberechtigung. So spielten zum Beispiel Dimebag Darell (Pantera), Andy Summers (The Police), Josh Homme (Queens of the Stoneage, Kyuss, Eagles of Deathmetal) und Bluelegende B.B. King Transistoramps.

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