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Mexico Stratocaster

Fender Mexico Stratocaster

Fender stellte im Juni 2018 die neue Player-Serie vor, welche die beliebte und preisgünstige Mexico-Standard-Serie ablöst. Ebenfalls verändert hat sich die Mexico Classic Series. Diese wurde Mitte 2019 durch die neue Vintera Serie ersetzt. Eine gute Nachricht, denn die Ausstattung bzw. Hardware hat durch das Upgrade stark profitiert, wie unser Artikel nachfolgend zeigen wird.

Die aktuell verfügbaren Strat-Modelle aus Mexiko werden durch die Fender Player Serie (früher: Mexico Standard Serie) und die Fender Vintera Serie (früher Mexico Classic Serie) präsentiert. Wollt ihr euch also eine neue Made in Mexico Stratocaster kaufen, dann habt ihr die Wahl zwischen den Modellen aus diesen beiden Serien.

Nerdy Fact: Mitte 2017 ist Fender bei allen ihren in Mexiko hergestellten Gitarren als Holz für die Griffbretter auf Pau Ferro umgestiegen, da die Richtlinien zur Einfuhr von Palisander verschärft wurden. Die Fender Player-Serie verwendet daher Pau-Ferro-Griffbretter in der gesamten Produktpalette. Für die Mexiko-Modelle ist dieser Umstieg durchaus als Upgrade zu werten, denn die tonalen Eigenschaften sind denen von brasilianischem Palisander sehr ähnlich.

Fender Player Serie

Ersetzt die alte Mexico Standard Series.

Player Stratocaster in der Farbe Black
Player Stratocaster in schwarz – Foto: Fender

Die neue, überarbeitete und verbesserte Mexiko Strat verfügt über folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Korpus: Erle
  • Hals: Ahorn
  • Griffbrett: Ahorn- oder Pau-Ferro
  • Mensur: 648 mm
  • Sattelbreite: 42 mm
  • Fender Alnico Pickups für den legendären Stratocaster-Sound (SSS, SSH & HSH)
  • 22 Bünde statt zuvor 21
  • modernes C-Halsprofil
  • neue Bridges
  • neue Farben
  • Tremolo: 2-Punkt statt 6-Punkt-Tremolo (für bessere Stimmstabilität und leichtere Handhabung)

Lesetipp: Fender Player Stratocaster im Test

Mit dieser Produktpflege wird dafür gesorgt, dass auch Gitarren aus dem niedrigeren Preissegment etwas von den Neuerungen bei Fender profitieren. Fest steht: Die Mexiko Strats aus der Player Serie sind definitiv eine gelungene Weiterentwicklung bzw. Verbesserung der Mexiko Standard Strat.

Farbe: Polar White mit Ahorn Griffbrett

Farbe: Polar White mit Pau Ferro Griffbrett

Einige Modelle der Player Serie verfügen statt 3 Single Coil Tonabnehmern über 1 New Player AlNiCo II Humbucker (Steg) und 2 New Player AlNiCo V Single Coils (Mitte & Hals).

Zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Fender mit der Player Serie eine solide verarbeitete und gut bespielbare Alternative zu den in den USA hergestellten Strats. Typischer Strat-Sound zu einem fairen Preis.

Fender Vintera Serie

Ersetzt die alte Made-In-Mexico Classic Serie

Fender Vintera '50s Strat Modified
Fender Vintera ’50s Strat Modified – Foto: Fender

Die Ausstattungsmerkmale der Vintera Serie variieren je nach Modell:

  • Korpus aus Erle oder Esche
  • 21 Bünde (Medium-Jumbo oder Vintage-Style)
  • Ahornhals
  • Tremolo: 2-Punkt oder 6-Punkt-Tremolo
  • Single-Coil Pickups

Mitte 2019 stellte Fender die brandneue Vintera-Serie vor – eine Sammlung von Vintage-inspirierten Gitarren, die Stil und Sound der Vergangenheit mit zeitgemäßen Tonabnehmern, klassischen Farben und anderen begehrten Merkmalen aus den 50er, 60er und 70er Jahren verbinden.

Passend dazu: Fender Vintera Stratocaster im Test

Die „alte“ Fender Mexico Standard Serie

2018 abgelöst durch die Fender Player Serie

Die im Schwester-Werk in Mexiko produzierte Standard Strat bietet alles, was ein echter Gigant des Rock so braucht: Drei Tonabnehmer, 5-Wege-Schalter, verschraubter Ahornhals und die typische Fender-Kopfplatte.

Optisch unterscheiden sich die amerikanischen und mexikanischen Modelle lediglich durch Feinheiten, die Qualität der in Mexiko hergestellten Instrumente ist jedoch seit Jahren auf einem hohen Stand. Gerade für Einsteiger und Fortgeschrittene bietet die Mexiko Standard ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältniss.

Mexico vs. USA – Die Unterschiede

Mexico Strat vs. American Strat

Schon früh fing Fender an, seine Produktion in Teilen in das benachbarte Mexiko zu verlagern. Die dort produzierten Gitarren reichen qualitativ nah an die amerikanischen Varianten heran und sind durch die niedrigeren Lohnkosten deutlich preiswerter.

Während die Gitarren sich optisch kaum unterscheiden, entbrennen immer wieder Streits darum, ob eine in Mexiko produzierte Strat nun eine „echte“ Fender ist, oder eben nicht.

Deutliche Unterschiede gibt es in der Hardware:

  • Mechaniken
  • Tremolo
  • Pickups
  • Lackierung

Besonders vor dem Hintergrund der steigenden Preise halten wir die Made in Mexico (MiM) Stratocaster für eine durchaus gelungene Alternative – wer jedoch das echte „Mojo“ einer in Kalifornien gebauten Stratocaster sucht, wird tiefer in die Tasche greifen müssen. Gerade im Premiumbereich liegt der US-Customshop noch in unerreichter Ferne.

5 gute Gründe für eine Fender Strat aus Mexiko


Qualität, Sound und Optik der mexikanischen Fender Stratocaster ist seit Jahren auf einem hohen Niveau. Für viele Gitarristen sind sie durch ihr hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis die bessere Wahl. Wir haben euch fünf gute Gründe zusammengetragen, welche die Fender Stratocaster aus Mexiko für (fast) alle Gitarristen zum Favoriten machen:

Kosten

Natürlich ist der Preis einer der Hauptgrüne, eine Stratocaster aus Mexiko zu kaufen. Die in Mexiko gefertigten Modelle kosten weit weniger, als die American Standard Stratocaster. Für viele Gitarristen ist eine mexikanische Strat ein wichtiger Schritt in Richtung des amerikanischen Originals, ohne den hohen Preis auf sich nehmen zu müssen. Die Qualität der verwendeten Hölzer und Hardware ist nicht ganz so hoch, wie beim Made in the USA Original, dennoch ist eine Made in Mexiko Stratocaster eine solide Gitarre, die bei entsprechender Pflege lange und treue Dienste leisten wird.

Performance

Mexikanische und amerikanische Strats sind nicht gleichwertig, Sound und Bespielbarkeit einer originalen amerikanischen Fender Stratocaster sind unerreicht. Im Preissegment der MiM Strats jedoch sind die angebotenen Serien hervorragende Instrumente, die viele Konkurrenten im Schatten stehen lassen.

Gerade die neuere mexikanischen Modelle kommen sehr viel näher an das Original heran, als viele Gitarristen glauben würde: Diese Instrumente sind definitiv Stratocaster und haben den Charme und das Aussehen der altehrwürdigen US Strat. Durch die optische und qualitative Annäherung der Modelle, ist es mittlerweile fast unmöglich, einen Unterschied zu sehen bzw. zu hören.

Kostbarkeit

Niemand möchte je eine Gitarre verlieren oder beschädigt wissen, schon garnicht, wenn es sich dabei um eine hochwertige originale US Stratocaster handelt. Daher wählen viele Musiker für Auftritte oder belebte Proberäume die mexikanischen Varianten als verlässliche und ersetzbare Alternativen. Während Aufnahmen im sicheren Studio mit der geliebten und gehätschelten US Fender gemacht werden, ist die MiM Strat das Arbeitstier für echte Auftritte.

Veränderungen

Gitarristen sind Bastler und kaum eine Stratocaster wird nicht irgendwann mit einigen speziellen Teilen näher an den gewünschten Look oder Ton gebracht. Da mexikanische Modelle den amerikanischen sehr nahe kommen, können auch alle möglichen Ersatzteile und Parts verwendet werden, um die eigene Strat einzigartig zu machen. Viele Spieler nutzen die mexikanischen Fender als solide Plattform für Experimente, die bei einer deutlich teureren amerikanischen Strat wohl schwerer fallen würden.

Einfachheit

Häufig wird das eigene Spiel durch die Jagd nach dem perfekten Ton, der einen Gitarre oder einer ganz bestimmten Optik vergessen. Mit einer MiM Strat besitzt du ein Arbeitstier, das ohne Umschweife das tut, was es soll: Gut klingen, Musik machen und dein tägliches Spiel unterstützen. Besonders für Anfänger und Fortgeschrittene ist die Fender Strat made in Mexico ein hervorragendes, zuverlässiges Instrument, dass sich nicht zu wichtig nimmt – eine Gitarre, die genutzt werden will!

Fazit

Mit der Player und Vintera Serie kommen heute mehr gute Gitarren aus dem mexikanischen Lager, als je zuvor. Die Upgrades sind durchweg positiv und machen die Mexiko Strats weiterhin zu einer qualitativ guten Alternative zu den US-Strats aus Kalifornien.

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