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E-Gitarren Modelle und Formen

Der Aufbau einer E-Gitarre

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So ist eine E-Gitarre aufgebaut

Eine E-Gitarre besteht im Wesentlichen aus einem soliden Holz, in welches die Elektrik eingebaut ist. Dadurch erreicht sie eine größere Lautstärke und unterscheidet sich von der klassischen Gitarre.

Die Kopfplatte (engl. Headstock)

Kopfplatte einer Fender Statocaster E-Gitarre
Kopfplatte (Headstock)

Auf der Kopfplatte ist die gesamte Mechanik angebracht. Eine E-Gitarre besitzt sechs Saiten, die hier eingespannt, festgezogen und aufgedreht sind.

Stimmmechaniken / Stimmwirbel

Um eine andere Tonhöhe zu erreichen, müssen die Stimmwirbel (engl. Tuning Pegs) gedreht werden, da sich so die Spannung der einzelnen Saiten verändern lässt. Bei einer leichten Verstimmung der Saiten genügt machnmal bereits eine halbe Drehung aus, die gewünschte Tonhöhe zu erreichen. Außerdem besitzt die E-Gitarre im Unterschied zur klassischen Konzertgitarre Stahlsaiten.

Der Hals (engl. Neck)

Der Hals (Neck)einer E-Gitarre
Griffbrett und Gitarrenhals

Zwischen der Kopfplatte und dem eigentlichen Gitarrenkörper liegt der Hals (Neck), auf dem wiederum das Griffbrett angebracht ist.

Griffbrett und Gitarrensaiten

Dieses ist in bis zu vierundzwanzig Bünde (engl. Frets) gegliedert. Zu jedem Bund gehört auch ein anderer Halbton, der nach zwölf Bünden wieder kommt. Als Orientierungshilfe dienen hier die Markierungspunkte. Der Hals kann sowohl mit dem Körper verschraubt als auch verleimt werden.

Der Korpus (engl. Body)

Eines der wichtigsten Bestandteile der E-Gitarre ist der Korpus auch „Body“ genannt. In ihm finden sich wichtige Elemente wie die Tonabnehmer oder der Steg.

Die Tonabnehmer (engl. Pick-Ups)

Humbucker Tonabnehmer
Humbucker Tonabnehmer

Die Elektrik der E-Gitarre wird als Tonabnehmer bezeichnet. Da die Gitarrensaite aus Metall besteht, kann sie durch den Magneten im Magnetfeld schwingen. In dem Draht, der um die Saiten aufgerollt ist, wird nun Strom induziert und über einen Verstärker entsteht so der Ton. Dabei kann man zwischen den zwei Tonabnehmern Single Coil & Humbucker auswählen. Durch den Vibratohebel lassen sich während dem Spielen verschiedene Effekte auslösen. Durch Drücken des Hebels wird beispielsweise die Saitenspannung und damit die Tonhöhe verringert.

Schlagbrett (engl. Pickguard)

Das meist aus Kunststoff gefertigte Schlagbrett dient bei einigen Gitarren-Modellen (z.B. Fender Stratocaster) zur Befestigung der Pickups und als Abdeckung der Elektrik.

Single Coil Pickups an Fender Strat

Volumen- / Tone-Poti

Bei einer Fender Stratocaster (oder dem preiswerteren Äquivalent der Fender Squier Strat) befinden sich auf dem Schlagbrett ebenfalls das Volumen-Poti (welches der Lautstärke Regulierung dient) und das Tone-Poti (welches die Klangfarbe der Tonabnehmer verändert).

Brücke (engl. Bridge)

Fender Strat Bridge

Als Brücke bezeichnet man bei der E-Gitarre das Bauteil, welches die Gitarrensaiten mit dem Korpus der Gitarre verbindet. Bei akustischen Gitarren wird die Brücke auch Steg genannt. Die Aufgabe der Brücke ist so einfach wie essentiell: Die Vibrationen, die von der schwingenden Saite verursacht werden, nimmt die Brücke auf und leitet sie an das Holz des Korpus weiter und beeinflusst so den Sound der Gitarre.

Brücken werden meist aus Metall wie Messing, Aluminium oder Stahl gefertigt und prägen auch das Spielgefühl ungemein, da die Schlaghand oftmals Kontakt zur Brücke hat (je nach Spieltechnik).

Im Laufe der Jahre wurden u.a. von den großen Herstellern Gibson und Fender immer wieder neue Designs auf den Markt gebracht. Durch die verschiedenen Herangehensweisen in der Bauart wurden unterschiedliche Sounds entwickelt, etwa der markante „Twang“ einer Fender Telecaster oder das sahnige Singen einer Gibson Les Paul.

Tremolo (engl. Vibrato)

Tremolo

Tremolos sind im Prinzip bewegliche Brücken, die mithilfe eines Hebels die Saitenspannung verändern können. Durch diese Spannungsveränderung wird die Tonhöhe beeinflusst und es können unterschiedliche Stilmittel wie etwa Vibratos gespielt werden.

Wie auch bei den Brücken gibt es unterschiedlichste Tremolo-Systeme. Die diversen Funktionsweisen haben jeweils Vor- und Nachteile. Sind Floyd-Rose Tremolos zwar fast verstimmungsfrei, machen sie  das Stimmen der E-Gitarre jedoch zu einer echten Geduldsprobe – reißt eine Saite, ist die Stimmung der Gitarre meist dahin!

Klassische Tremolos, wie sie etwa bei der Fender Stratocaster verwendet werden, sind leichter zu stimmen, können aber auf Grund der Bewegungen an der Saite die Stimmung nicht so zuversichtlich halten.

Tremolo ja oder nein – diese Frage führt oft zu erbitterten Diskussionen zwischen Gitarristen unterschiedlicher Lager.

Weitere Bestandteile einer E-Gitarre

Klinkenbuchse

Klinkenstecker und Klinkenbuchse

Hier wird der Gitarrenkabel reingesteckt, um die E-Gitarre mit eurem Verstärker zu verbinden.

Cutaway

Gitarrenmodelle
Gitarren mit Cutaway

Der Cutaway ist eine Aussparung im Korpus, um die Bespielbarkeit in höheren Lagen zu verbessern.

Pickup-Switch

Der Pickup-Switch ist ein Kippschalter zum Wechsel zwischen mehreren Pickups bzw. Kombinationen.

Häufige Fragen und Antworten

Wie ist eine Gitarre aufgebaut?

Der obere Teil mit der Stimmmechanik wird als Kopf bezeichnet. Dieser ist am Hals befestigt auf dem sich auch das Griffbrett befindet. Der Hals wiederum ist am Korpus befestigt.

Wie nennt man die Teile einer Gitarre?

Grob untergliedern kann man die Teile einer Gitarre in Kopf, Hals und Korpus (Körper).

Was für ein Instrument ist die Gitarre?

Die Gitarre ist ein Saiteninstrument, das entweder mit der Hand gezupft oder angeschlagen wird.

Wie viel wiegt eine Gitarre?

Eine akustische Gitarre wiegt zwischen 1,5 – 3 Kg. Eine E-Gitarre hingegen zwischen 2 – 5 Kg (je nach Modell und Größe)

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