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Fender American Ultra Stratocaster

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Dass Fender nicht bloß seine alten Erfolge aufwärmen kann, beweist der amerikanische Traditionshersteller immer wieder mit spektakulären Serien. Im Februar 2020 erfolgte der nächste Paukenschlag mit der Veröffentlichung der neuen American Ultra Serie. Wir haben die neuen Topmodelle aus Kalifornien getestet!

Die American Ultra Serie im Überblick

Ganz klar, auch die American Ultra Serie orientiert sich an den Zugpferden des Konzerns und basiert die neuen Modelle auf Strat, Tele und co. Doch so sehr die Modelle bekannt erscheinen, so sehr unterscheiden sie sich im Detail von ihren Vorfahren der Elite Serie.

Features und Ausstattung

Korpus:Erle oder Esche
Hals:Ahorn
Halsprofil:Modern D
Serie:American Ultra
Griffbrett:Ahorn oder Palisander
Bünde:22 Medium-Jumbo
Mensur:648 mm
Tonabnehmer:2x Ultra Noiseless Vintage Tele Single Coils
Farben:Arctic Pearl, Cobra Blue, Mocha Burst, Texas Tea, Ultraburst
Regler: Master Volume mit S-1 Switch, Ton 1 (Steg) und Ton 2 (Mitte und Hals)
Mechaniken:Locking Tuner für hohe Stimmstabilität 

Farben und Designs

Fender American Ultra Strat in weiss (Arctic Pearl) – Foto: Fender
Fender American Ultra Strat in Ultraburst – Foto: Fender
Fender American Ultra Stratocaster – Foto: Fender
Fender American Ultra Stratocaster – Foto: Fender
Fender American Ultra Stratocaster – Foto: Fender
Fender American Ultra Stratocaster – Foto: Fender
Fender American Ultra Stratocaster – Foto: Fender

Die Upgrades im Detail

Neue Tonabnehmer

Fender spendiert seiner neuen Top-Serie eine ganze Reihe neuer Tonabnehmer. Das Design der Pickups orientiert sich an den populären Noiseless Pickups und hören auf die Bezeichnung „Ultra Noiseless Pickups„. Die neuen Spulen werden in zwei unterschiedlichen Versionen angeboten, Vintage und Hot. Während die Hot Version moderner und leistungsstärker auftritt, klingt und verhält sich die Vintage Version der Tonabnehmer wie die Noiseless Pickups. Bei der HSS-Strat spielt ein neu entwickelter Ultra Double Tap Humbucker mit und liefert den notwendigen Punch für moderne Sounds.

American Ultra Strat: Ultra Noiseless Pickups – Foto: Fender

Neues Halsprofil

Während Vintage-Fans mit dem typischen Baseball-Schläger C- oder V-Profil der Hälse zufrieden sind, sehnen sich moderne Spieler nach mehr Bewegungsfreiheit. Die neuen Hälse kommen mit einem breiten D-Profil und ermöglichen so noch flüssigere und schnellere Läufe. Die Rückseite der Hälse ist seidenmatt lackiert und fühlt sich sehr natürlich an.

Neue Korpusformen

Natürlich bleiben die grundsätzlichen Proportionen der Gitarren unverändert, dennoch haben es die Entwickler geschafft, das Bodyshaping der Tele- und Stratocaster zu verbessern. Eine veränderte Halstasche ermöglicht einen leichteren Zugang zu den höheren Lagen, tiefere Korpusfräsungen auf der Rückseite verbessern die Ergonomie und sollen auch lange Gigs ohne Rückenschmerzen ermöglichen.

Modellvarianten

Mit zwei Stratocaster Versionen (SSS und HSS), einer Tele, einer Jazzmaster und zwei Bass Modellen finden alle Fender-Fans und die, die es noch werden wollen, das richtige Modell der Ultra Serie für den eigenen Stil!

Preis und Bewertung

An wen richtet sich die American Ultra Serie?

Mit einem Preis von knapp 2000 EUR sind die Instrumente der American Ultra Serie keine Schnäppchen und für den Anfänger vermutlich unerreichbar. Musiker, die sich auf ihr Instrument verlassen müssen, vielleicht sogar ihren Lebensunterhalt mit der Gitarre verdienen, sind eher im Fokus der Serie. Die hervorragende Fertigungsqualität, beste Werkstoffe und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis dieser vielseitigen Gitarren machen sie besonders für den „everyday use“ großartig.

Aber auch Fortgeschrittene, die sich nach ihren ersten oder zweiten E-Gitarre nun einmal eine „echte“ Fender leisten möchten, sind mit der American Ultra Serie sehr gut bedient: Die moderne Ausrichtung der Gitarre macht viele Spielweisen möglich und der Qualitätsunterschied zu Instrumenten der Preisklasse 500-1000 Euro ist enorm!

Für welchen Musikstil geeignet?

Seit jeher gelten Gitarren von Fender als die geborenen Allrounder: Von Jazz, Country und Blues über Rock und Reggae bis hin zu modernen Highgain-Sounds ist alles drin. In unseren Ohren klingen Strat und Tele jedoch noch immer mit einer moderaten Zerre und klassischem Overdrive am besten.
Für uns liegt die Fender American Ultra Serie in der goldenen Mitte aus klassischem Sound und modernen Finessen und ist besonders bei Blues- bis Hardrock goldrichtig!

Alternativen zur American Ultra Serie

Die neue Serie sitzt preislich fast an der Spitze der Produktkette Fenders. Dennoch: Wer ein wirklich einzigartiges Instrument sucht, der sollte sich im Fender Custom Shop umsehen – hier werden die wahrlich einmaligen Instrumente in Handarbeit gefertigt.

Günstiger wird es bei der American Professionel Strat (ab 1500€) oder American Performer Strat (ab 1000€). Hier finden sich Klassiker der Fenderinstrumente, die sich preislich an den arbeitenden Musiker richten, der nicht bei jedem Kratzer Schweißausbrüche bekommen will 😉

Fender American Ultra Stratocaster im Test

In einem modernen Gewand, klassischer SSS-Ausstattung oder HSS-Bestückung ist das erste vorgestellte Modell der Fender American Ultra Serie das Zugpferd der Serie. Wir haben die neue Strat unter die Lupe genommen.

Tonabnehmer und Elektronik

Die bereits angesprochenen Ultra Noiseless Single Coils machen in der Stratocaster einen hervorragenden Job: Trotz des einspuligen Designs halten sich die Nebengeräusche auf einem niedrigen Niveau, die Auflösung und der Output der Tonabnehmer ist über das gesamte Frequenzband ausgeglichen und klingt warm und musikalisch in unseren Ohren.

Die Elektronik selbst hat mit dem S1-Switch ein sinnvolles Update bekommen: Der im Volume Regler verbaute Schalter legt den Halstonabnehmer in den Positionen 1 und 2 auf den Bridge- oder Mittelpickup. Neue Soundvarianten sind die Folge. Außerdem kommt die American Ultra Stratocaster mit einem serienmäßigen Treble-Bleed Kreislauf, damit bleiben die Höhen in jeder Lautstärke erhalten, der Ton wird nicht dumpf.

Korpus

Erle oder Esche sind klassische Hölzer für die Stratocaster, so ist es keine Überraschung, dass auch die Ultras auf diese hochwertigen Hölzer setzen. Die neue Korpusfräsung auf der Rückseite lässt den Body noch glatter und bequemer am Oberkörper aufliegen, während die neue Halstasche den Zugriff auf die obersten Lagen erleichtert. Sehr gut!

Hals

Fender American Ultra Stratocaster
Kopfplatte der Fender American Ultra Strat – Foto: Fender

Etwas breiter und flacher ist das Halsprofil der American Ultra Serie. Der moderne D-Radius kommt besonders Spielern entgegen, die mit den klassischen C- oder V-Shapes nicht zurechtkommen. Die breiteren Griffbretter erleichtern schnell Läufe und sind sehr ergonomisch, ohne zu flach zu wirken.

Sound

Ja, wie klingt sie denn nun? Hervorragend! Eine echte Strat mit einer wahnsinnigen Bandbreite an Klängen und einem tonalen Spektrum, das die Stratocaster seit Jahrzehnten ausmacht. Besonders mit einer kleinen Prise Overdrive im Sound, lebt die Ultra Stratocaster auf. Der Treble-Bleed Kreislauf lässt kleinste Volumenanpassungen ohne Klangverluste realisieren, die Ansprache der Ultra Noiseless Tonabnehmer ist großartig. Fender – ihr habt alles richtig gemacht!

American Ultra HSS-Strat

Fender American Ultra HSS Strat in Aged Natural – Foto: Fender
Fender American Ultra HSS Stratocaster – Foto: Fender
Fender American Ultra HSS Stratocaster – Foto: Fender
Fender American Ultra HSS Strat in Texas Tea – Foto: Fender
Fender American Ultra HSS Strat in Ultraburst – Foto: Fender

Die HSS-Strat der American Ultra Serie unterscheidet sich lediglich in der Tonabnehmer-Bestückung von ihrer SSS-Verwandten. Die zusätzliche Leistung des Humbuckers an der Bridge erleichtert besonders bei verzerrten Sounds die Kontrolle des Klangs und sorgt für noch mehr Punch.

Besonders interessant ist die dank S1-Switch aktivierbare Double-Tap Technik, die den Output der Single-Coils verändert. Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls verbauten Treble-Bleed Kreislauf ist die HSS-Stratocaster noch ein wenig vielseitiger als ihre klassisch ausgerüstete Schwester und dürfte besonders bei Rock- und Alternative Gitarristen sehr beliebt werden.

Fazit

Die American Ultra Stratocaster ist eine hervorragend verarbeitete und klingende Gitarre, die trotz ihrer modernen Features ihre Wurzeln nicht leugnet. Die extrem hochwertigen Parts machen die Ultra Stratocaster auch im Preis-Leistungs-Vergleich zu einer sehr guten Gitarre. Wer noch mehr Qualität braucht, muss in den Customshop wechseln – und das fünffache für eine Stratocaster bezahlen.

Durch die zusätzlichen Möglichkeiten des Humbuckers am Steg ist die HSS-Strat ein wenig vielseitiger als die klassische SSS-Strat und liefert gerade bei verzerrten Sounds mehr Druck und Durchsetzungskraft.

Wir sagen, die Fender American Ultra Stratocaster ist mehr Stratocaster, als man sich wünschen kann und zwar in beiden Versionen!

Sag was dazu!

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