Besonders für E- Gitarren empfiehlt sich ein Stimmgerät,
da dieses die (ohne Verstärker) doch sehr leisen Töne
der Gitarre oftmals genauer und schneller analysieren
kann als das menschliche Ohr. Mit Hilfe des üblichen
Kabels, das auch zum Anschluss der E - Gitarre an den
Verstärker verwendet wird, wird die Gitarre mit dem
Stimmgerät verbunden.
Die Gitarrensaiten (von dick nach dünn, beziehungsweise
von tief zu hoch) heißen: E, A, D, G, H, E. Welche Saite
zuerst gestimmt wird ist zwar nicht von Bedeutung,
allerdings ist es üblich mit der tiefen E - Saite zu
beginnen und sich zur hohen E - Saite "vorzuarbeiten".
Die Saite sollte ein- oder mehrmals angeschlagen und
anschließend die Reaktion des Stimmgeräts abgewartet
werden. Das Stimmgerät zeigt an welchen Ton es erkannt
hat und meist ebenfalls welcher Gitarrensaite es diesen
Ton zuordnet (auch bei einer Verstimmung der Saite
ermittelt das Stimmgerät die wahrscheinlichste Saite, zu
der der Ton gehört). Die Anzeige dieses Ergebnisses
hängt von dem jeweiligen Stimmgerät ab. Besonders
beliebt ist jedoch die Darstellung mit Hilfe einer
Anzeignadel. Befindet sich diese Anzeignadel in der
Mitte des Displays ist die Saite richtig gestimmt,
befindet sich die Nadel links, ist die Saite zu tief
gestimmt. Bei der Anzeignadel rechts, ist die Saite zu
hoch gestimmt.
Bei einer zu tiefen Saite spannt man (mit Hilfe der
Schraube für die betreffende Saite, die man meist nach
links dreht) die Saite mehr und erhöht so den Ton. Bei
einer zu hohen Saite lockert man die Spannung (die
Schraube wird nach rechts gedreht) und erniedrigt so den
Ton. Diesen Vorgang wiederholt man so oft, bis sich die
Anzeigenadel beim Anschlag der Saite in der Mitte
befindet.